Sichere Mobilität: Polizei und Schule setzen gemeinsames Zeichen

Ternitz, 17. September 2026
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Am Mittwoch, 16. September 2026 – dem ersten Tag der EuropäischenMobilitätswoche – standen in der Mittelschule Ternitz gleich zwei Aktionen im Zeichen der Verkehrssicherheit. Für alle 3. Klassen hielt ein Team der Polizei Ternitz im Turnsaal einen Vortrag zu sicherer, aktiver Mobilität mit Fokus auf E-Scooter, Helmpflicht und Ablenkung im Straßenverkehr. Im Anschluss ging es für die 1AK zum Praxis-Check.

Klarer Appell zu Schulbeginn
Katharina Fuchs, Modellregionsmanagerin der KEM Schwarzatal, organisierte den Vormittag und appellierte an die Verantwortung aller im Straßenverkehr. Mit einem Hinweis auf die gestiegene Anzahl von Schulwegunfälle und aktuellen Beispielen schwerer Unfälle mit E-Scootern – unter anderem ein Unfall, bei dem ein 15-Jähriger verbotenerweise seinen 9-Jährigen Bruder am E-Scooter mitnahm und beide schwer zu Sturz kamen – unterstrich sie die Aktualität des Themas.

Polizei informiert: Regeln, Risiken, Verantwortung
Gruppeninspektorin Cornelia Aigner, Gruppeninspektor Helmut Wiedner und Bezirks-inspektor Besnik Rushiti klärten über die wichtigsten Regeln auf. Für E-Scooter gelten seit 1. Mai 2026 klare Vorgaben: maximal 25 km/h, 600 Watt, Pflicht zu Bremse, Klingel, Blinkern, Licht und Rückstrahlern. Unter 16-Jährige müssen Helm tragen, die Alkoholgrenze liegt bei 0,5 Promille, Personenmitnahme ist verboten. Handys und Kopfhörer erhöhen ganz allgemein die Ablenkungsgefahr und sollten, wenn man im Straßenverkehr aktiv unterwegs ist, möglichst nicht genutzt werden. Die Botschaft: Die meisten Unfälle sind vermeidbar.

„Apfel oder Zitrone“ auf der Straße des 12. Februars
In der Praxis überprüfte die 1AK gemeinsam mit der Polizei auf der „Straße des 12. Februars“ das Tempo des Autoverkehrs. Mit einem Radargerät gemessen: Bis auf drei Lenker (leicht über 50 km/h, symbolische „Zitrone“) hielten sich alle an die Höchstgeschwindigkeit und erhielten einen „Apfel“.

Stimmen aus Schule und Politik
Schulleiterin Petra Konrath betonte die Bedeutung gemeinsamer Verantwortung: „Wenn Kinder selbst messen und erleben, wie schnell Autos fahren, prägt das nachhaltig.“ Umwelt-Stadträtin Daniela Mohr ergänzte: „Die Europäische Mobilitätswoche ist ein wichtiger Impuls, um sichere und klimafreundliche Mobilität im Alltag zu verankern.“

Foto (von links nach rechts): Daniela Mohr, Petra Konrath, Helmut Wiedner, Cornelia Aigner, Besnik Rushiti, Katharina Fuchs, SchülerInnen 1 AK