Neue Kleinregionsstrategie für das Schwarzatal

Ternitz, 1. Juli 2026
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Die Kleinregion Schwarzatal stellte bei ihrer Sitzung am 23. Juni 2026 in Bürg-Vöstenhof wichtige Weichen für die zukünftige Entwicklung der Region. Auf Einladung von Bürgermeister Bernhard Jeitler kamen Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsgemeinden sowie Fachinstitutionen zusammen, um zentrale Projekte und strategische Schwerpunkte zu diskutieren.

Nach der Eröffnung durch Regionsobmann Christian Samwald präsentierte Marijan Raunikar von der NÖ Dorf- und Stadterneuerung die Ergebnisse der vorangegangenen Strategieworkshops. Auf dieser Basis wird derzeit die neue Kleinregionsstrategie erarbeitet, die im Herbst beschlossen werden soll. Im Fokus stehen dabei die Stärkung der regionalen Identität – unter anderem durch die Neuauflage der „Regionsmappe Schwarzatal“ für Volksschulen – sowie die Weiterentwicklung des Schwarzatals zu einer familienfreundlichen Region. Auch Themen wie Gemeindeverwaltung und Künstliche Intelligenz, Mobilität sowie Klima- und Energiefragen werden künftig stärker verankert.
Ein konkreter erster Schritt ist die geplante „Digi-Schmiede“ zum Thema Künstliche Intelligenz in der Gemeindearbeit. Der dreistündige Workshop richtet sich an Gemeindebedienstete und politische Funktionsträger und wird im Herbst im Stadtamt Ternitz stattfinden.

Im Bereich Mobilität stellte Martina Sanz vom Mobilitätsmanagement Niederösterreich aktuelle Initiativen vor. So werden derzeit Gehzeitkarten für Ternitz und Neunkirchen erstellt sowie Befragungen zur Entwicklung des Radverkehrs durchgeführt. Zudem wurde zum österreichweiten Rad- und Fußverkehrsgipfel im September in Eisenstadt eingeladen.

Katharina Fuchs berichtete über aktuelle Projekte der Klima- und Energiemodellregion Schwarzatal. Dazu zählen unter anderem verpflichtende Sanierungspässe für kommunale Gebäude, ein Forschungsprojekt zu E-Bikes bei Kindern und Jugendlichen sowie die Weiterentwicklung eines Entsiegelungskatasters in Ternitz. Auch zukünftige Entwicklungen im Strommarkt – etwa die stärkere Bedeutung von Photovoltaik in Kombination mit Speichern und dynamische Stromtarife – wurden thematisiert. Zusätzlich zeigt eine aktuelle Studie weiteres Potenzial zur Effizienzsteigerung bei Kleinwasserkraftanlagen in der Region auf.

Im Rahmen der LEADER-Region wurde betont, dass künftig verstärkt gemeindeübergreifende Projekte gefördert werden. Vor diesem Hintergrund diskutierten die Teilnehmenden auch das Projekt „familienfreundliche Region“. Dabei wurde angeregt, die Zertifizierung nicht auf einzelne Gemeinden aufzuteilen, sondern das Schwarzatal als gemeinsame familienfreundliche Region zu positionieren und so Synergien besser zu nutzen.
Zur besseren Sichtbarkeit der Region soll das Regionslogo verstärkt eingesetzt und gemeinsame Bildungsinitiativen gestartet werden. Auch Kooperationen mit regionalen Partnern, etwa Banken, sind weiterhin geplant.
Die Sitzung endete mit einem klaren Ziel: die Zusammenarbeit innerhalb der Region weiter zu intensivieren und konkrete Projekte rasch zur Umsetzung zu bringen.