Modellregionsmanager

Wesentlicher Erfolgsfaktor für die Regionen ist, dass die individuellen Stärken und Potenziale erkannt werden und darauf aufbauend die thematische Ausrichtung konzentriert wird. Dazu ist der Modellregions-Manager die treibende Kraft vor Ort und der individuelle Antriebsmotor. Er initiiert und koordiniert die Projekte zur erfolgreichen Umsetzung des regionalen Energiekonzepts, fungiert als zentrale Ansprechperson und trägt maßgeblich zu dem Erfolg der Region bei.

 

Aufgabengebiete

  • Betreuung einer Klima- und Energie-Modellregion vor Ort
  • Einrichtung und Betreuung einer Informationsstelle
  • Initiierung, Koordinierung und Umsetzung von Projekten im Bereich erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Mobilität; insbesondere jene Maßnahmen aus dem regionalen Umsetzungskonzept
  • Planung weiterer Umsetzungsprojekte (außerhalb des Umsetzungskonzepts), die eine Kontinuität der Klima- und Energie-Modellregion sicherstellen
  • Erstellen von Förderanträgen und Akquisition neuer Fördermöglichkeiten
  • Energiedatenerhebung
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Verbreitung von Projektergebnissen und Klimaschutzthemen
  • Durchführung von Vernetzungsworkshops und Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung, Betriebe und öffentliche Stakeholder in Bezug auf die Schwerpunktsetzung der Klima- und Energie-Modellregion
  • Durchführung von Planungs- und Evaluierungsworkshops mit relevanten AkteurInnen
  • Erstellung und Verbreitung von Informationsmaterial und begleitende Bewusstseinsbildungsmasnahmen
  • Teilnahme an Schulungs- und Vernetzungstreffen der Klima- und Energie-Modellregionen
  • Erhebung und Nutzung regionaler Potenziale zur Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Energieträger im Bereich Warme, Strom und Verkehr

 

Anforderungsprofil

  • Matura erwünscht; technisches, naturwissenschaftliches, wirtschaftliches oder kommunikationstechnisches Studium von Vorteil
  • fundiertes Basiswissen bzw. Zusatzausbildung im Bereich Energie und Mobilität notwendig. Besonders vorteilhaft sind EnergieberaterInnenausbildung, Energieautarkie-Coaches oder ähnliche Zusatzausbildungen
  • weitreichende Erfahrung im Projektmanagement
  • Erfahrungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit
  • Mehrjährige Erfahrung im Energie- und Umweltbereich (erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Mobilität o. A.)
  • guter Einblick in die österreichische Förderlandschaft
  • Durchsetzungsvermögen und Verhandlungsgeschick
  • hohe Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten
  • Hands-on-Mentalität
  • regionale Verbundenheit, sehr gute Regionskenntnisse
  • selbstständige und eigenverantwortliche Aufgabenausführung
  • Erfahrungen mit Politik und öffentlicher Verwaltung auf Gemeindeebene

 

Der Modellregionsmanager

Mag.(FH) Christian Wagner
ModellregionsmanagerChristian Wagner

Klima- und Energiemodellregion Schwarzatal
Hauptplatz 1
2620 Neunkirchen

mobile: +43 676 81220 369
e-mail: ch.wagner@schwarzatal.at
website: www.schwarzatal.at

Hier finden Sie ein PORTRÄT über unseren KEM-Manager.

Warum wollten Sie Modellregionsmanager werden?
Ich habe im Jahr 1998 als Mitarbeiter der Arge Erneuerbare Energie eine Studie für das Land NÖ über die Verbreitung von thermischen Solaranlagen in Niederösterreich erstellt. Eine wesentliche Erkenntnis meiner Arbeit war, dass überall dort, wo es regionale Initiativen und engagierten Personen gegeben hat, wesentlich mehr Solaranlagen installiert worden waren. Dieses Prinzip gilt heute mehr denn je. Ich möchte durch mein Mitwirken solche Initiativen anstoßen und engagierte Personen bei ihren Aktivitäten unterstützen.

 

Was macht ein Modellregionsmanager?
Wir Modellregionsmanager sind österreichweit vernetzt und können auf einen Pool von Experten zurückgreifen. Durch diesen Überblick sehen wir, was alles möglich ist und versuchen beispielsweise bereits erfolgreiche Projekte auch in unseren Regionen anzustoßen indem wir aktiv auf Gemeinden und Betriebe zu gehen. Finden sich Interessenten, dann versorgen wir diese mit den notwendigen Informationen und begleiten sie bei der Umsetzung ihrer Projekte.

 

Was sind die Schwerpunkte Ihrer Arbeit?
Der Kern meiner Arbeit ist die Bewusstseinsbildung. Man muss sich erst über die eigene Lage und die Möglichkeiten der Veränderung bewusst sein, bevor man bereit ist, irgendwelche Aktivitäten zu setzen. Bewusstseinsbildung erfolgt üblicherweise über die Medien, Informationsveranstaltungen oder Aktionen mit und in Schulen. Das Bewusstsein wird aber auch durch das Vergleichen mit anderen gebildet. Ein Sportler weiß ja auch erst, wie gut er ist, wenn er sich mit anderen misst. Der in vielen Fällen schon verpflichtende Energieausweis ist ein gutes Beispiel dafür.

 

Wie schauen Ihre Ziele in der Region aus?
Wir sind als Region im hinteren Drittel, was die Umsetzung von klimarelevanten Maßnahmen betrifft und das, obwohl wir als waldreiche Region ausreichend Biomasse zur Verfügung hätten. Im Vergleich mit anderen Regionen sieht man immer noch zu wenige Solar- und Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Häuser und es mangelt an innovativen und mutigen Projekten. Mein persönliches Ziel ist, dass wir in der Region zumindest ein paar wirkliche Vorzeigeprojekte umsetzen, um vielleicht irgendwann von der Modellregion zur Vorbildregion zu werden.

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