2015 Photovoltaik

Detailinformationen: http://www.umweltfoerderung.at/uploads/kem_leitfaden.pdf , Seite 20ff

Fördergegenstand

Gefördert werden ausschließlich neu installierte, stationäre Photovoltaikanlagen im Netzparallelbetrieb auf/in öffentlichen Gebäuden oder Grundstücken. Es können sowohl freistehende Anlagen, Aufdachanlagen als auch gebäudeintegrierte Anlagen gefördert werden. Die Anlagengröße muss mindestens 5 kWp betragen. Anlagen, die mit einer Anlagenleistung bis 5 kWp geplant sind, können im Rahmen der Förderaktion „Photovoltaikanlagen” (www.umweltfoerderung.at/uploads/leitfaden_pv_2015.pdf) einreichen.

Die Anlagen müssen auf/in öffentlichen Gebäuden oder Grundstücken errichtet werden. Dazu zählen neben Gebäuden oder Grundstücken der öffentlichen Hand auch Gebäude, die der Allgemeinheit im weiteren Sinn dienen.

Die Zugänglichkeit für jede/jeden muss gewährleistet sein und der Zweck der Einrichtung muss dem öffentlichen Interesse dienen. Im klassischen Sinne ist ein Gemeindeamt oder Rathaus gemeint, es können aber auch Sportvereine, SeniorInnenheime o. Ä. in Frage kommen, selbst wenn diese nicht in öffentlicher Hand, aber im öffentlichen Interesse sind. Im weiteren Sinne können öffentliche Plätze und Grundstücke unabhängig von dem/der EigentümerIn für die Errichtung der Anlagen genutzt werden, wenn diese der Allgemeinheit jederzeit zugänglich sind und dem Allgemeinwohl dienen. Betriebsgebäude/-gelände sind von der Förderaktion ausgeschlossen.

Die errichtete Photovoltaikanlage muss mindestens 10 Jahre im ordnungs- und bestimmungsgemäßen Betrieb bleiben.

Die maximale Anlagengröße pro AntragstellerIn beträgt 150 kWp. Die Anzahl der Anträge pro KEM ist nicht beschränkt.

Bitte beachten Sie:

  • Die beantragten PV-Anlagen können im Zuge der Umsetzung nicht geteilt, zusammengelegt oder an anderen Standorten umgesetzt werden.
  • Die Erweiterung bestehender Anlagen ist möglich.


Zielgruppe

Antragstellungsberechtigt sind:

  • Gemeinden
  • gemeindeeigene Betriebe, auch in Form von Betrieben mit marktbestimmter Tätigkeit
  • sonstige unternehmerisch tätige Organisationen, öffentliche Einrichtungen, Vereine, Verbände, konfessionelle Einrichtungen in aktiven Klima- und Energie-Modellregionen, die die Umsetzung einer Photovoltaikanlage auf einem öffentlichen Gebäude/ Grundstück planen

Förderfähige Investitionskosten

  • PV-Module
  • Wechselrichter
  • Batterien, Akkus, Displays
  • Aufständerungen, Nachführsysteme
  • Installation, Montage, Kabelverbindungen, Schaltschrankumbau
  • Blitzschutz, Datenlogger
  • notwendiger Umbau des Zählerkastens
  • Planungskosten (im Ausmaß von maximal 10 % der anerkennbaren Netto-Investitionskosten)


Nicht förderfähige Kosten sind

  • Mehrwertsteuer
  • neuer Zählerkasten, Zählertausch
  • Entsorgungskosten
  • Miete, Gebühr für Zählpunkt, Bauanzeige, Gebühren im Allgemeinen
  • Rechnung von Stromanbieter
  • Dacharbeiten, die nicht im direkten Zusammenhang mit der Photovoltaikanlage stehen
  • Laderegler
  • Versicherungskosten


Förderhöhe Photovoltaik

Die Höhe der Förderung für Photovoltaikanlagen beträgt …

  • … 275 Euro/kWp für freistehende Anlagen und Aufdachanlagen + 100 Euro/kWp nationaler Zuschlag
  • … 375 Euro/kWp für gebäudeintegrierte Anlagen + 100 Euro/kWp nationaler Zuschlag,

jedoch maximal 40 % der anrechenbaren förderfähigen Kosten.
Die Einreichung zur ELER-Kofinanzierung erfolgt automatisch mit dem Antrag, die Zuordnung der Projekte erfolgt durch die Abwicklungsstelle.

 

Erläuterung zum nationalen Zuschlag

Um die maßgebliche Vorbildwirkung der Gemeinden und Betriebe und weiteren Organisationen in Klima- und Energie-Modellregionen und den damit erzielbaren wesentlichen Beitrag zur Forcierung einer nachhaltigen Energieversorgung hervorzuheben, wird für Photovoltaikanlagen ein nationaler Zuschlag von 100 Euro/kWp vergeben.

 

Spezielle Fördervoraussetzungen und erforderliche Unterlagen

  • Für die PV-Anlage darf keine weitere Bundesförderung (insbesondere auch kein Ökostrom-Tarif für den eingespeisten Strom) in Anspruch genommen werden.
  • Bei der Abrechnung der geförderten PV-Anlage ist neben dem Endabrechnungsformular ein Prüfprotokoll (ÖNORM 8001) vorzulegen.
  • Genehmigungen, Bescheide: Alle für den Bau und Betrieb der Anlage erforderlichen Genehmigungen bzw. Bescheide müssen eingeholt werden und auf Verlangen (z. B. bei Vorortkontrollen) vorgelegt werden.

 

Erforderliche Unterlagen

  • Online-Antrag „PV – Photovoltaik“: Der Antrag erfordert die vollständige Eingabe der Projektdaten (Anlagenart, Montageart, Gesamtleistung, Ertrag, Eigenverbrauch, Modul-Fabrikat, Fabrikat Wechselrichter, Kosten der PV-Anlage, Zählpunktnummer) und Angaben zur Modellregion.
  • Zustimmungserklärung des Modellregions-Managers/ der Modellregions-Managerin.
  • Angebot: Ein Angebot für die in der Kostenaufstellung des Förderansuchens angeführten Investitionskosten ist hochzuladen.
  • Bericht des Kreditinstituts (BKI): Gemeindeeigene Betriebe, auch in Form von Betrieben mit marktbestimmter Tätigkeit, müssen einen BKI vorlegen (das Formular steht zum Download zur Verfügung).

Die Einreichung zur ELER-Kofinanzierung erfolgt automatisch mit dem Antrag, die Zuordnung der Projekte erfolgt durch die Abwicklungsstelle.

 

Rechtsgrundlage

  • Umweltförderung im Inland (UFI RL 2015)
  • Verordnung (EU) Nr. 651/2014 idgF (Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung)
  • ELER VO 1305_2013


Einreichfristen:

 Start der Ausschreibung: 21.04.2015
Ende der Ausschreibung: 09.10.2015, 12:00 Uhr

Vorgezogene Einreichfristen (Ende der Frist):

Für KEM-Investitionsförderungen (Photovoltaikanlagen, Holzheizungen, thermische Solaranlagen und Ladestationen) gelten neben dem Ende der Ausschreibung auch folgende Fristen:

  • 07.2015, 12:00 Uhr
  • 08.2015, 12:00 Uhr