2015 Holzheizungen

Detailinformationen: http://www.umweltfoerderung.at/uploads/kem_leitfaden.pdf , Seite 22ff

Fördergegenstand
Gefördert werden Kesselanlagen mit weniger als 400 kW thermischer Leistung, die mit Holzpellets, Hackgut aus fester Biomasse oder Stückholz betrieben werden. Die Förderung umfasst Investitionen für Holzheizungen zur zentralen Wärmeversorgung eines öffentlichen Gebäudes. Die Anlagen müssen auf/in öffentlichen Gebäuden oder Grundstücken errichtet werden. Dazu zählen neben Gebäuden oder Grundstücken der öffentlichen Hand auch Gebäude, die der Allgemeinheit im weiteren Sinn dienen.
Die Zugänglichkeit für jede/jeden muss gewährleistet sein und der Zweck der Einrichtung muss dem öffentlichen Interesse dienen. Im klassischen Sinne ist ein Gemeindeamt oder Rathaus gemeint, es können aber auch Sportvereine, SeniorInnenheime o. Ä. in Frage kommen, selbst wenn diese nicht in öffentlicher Hand, aber im öffentlichen Interesse sind. Betriebsgebäude/ -gelände sind von der Förderaktion ausgeschlossen.

 

Zielgruppe
Antragstellungberechtigt sind:

  • Gemeinden
  • gemeindeeigene Betriebe, auch in Form von Betrieben mit marktbestimmter Tätigkeit
  • Vereine, Verbände und Genossenschaften, die nicht Wettbewerbsteilnehmer im Sinne des Beihilfenrahmens sind und im öffentlichen Interesse stehen (z. B: Sportverein, Abwasserverband etc.)
  • öffentliche Institutionen, die nicht im Wettbewerb stehen (Schulen, Gebäude der öffentlichen Verwaltung etc.) in aktiven Klima- und Energie-Modellregionen.

 

Förderfähige Investitionskosten

  • Kesselanlage inklusive Beschickung, Rauchgasreinigung und Wärmemengenzähler (dieser muss installiert werden)
  • Heizhaus, Kamin, Spänesilo, Heizungstechnik, stationäre Zerspaner und Hacker weitere für den Betrieb relevante Anlagenteile Montagekosten
  • Planungskosten (im Ausmaß von maximal 10 % der anerkennbaren Netto-Investitionskosten)

 

Nicht förderfähige Kosten sind

  • Kachelöfen, Kaminöfen, Allesbrenner
  • Anlagen, in denen nicht holzartige Biomasse als Brennstoff eingesetzt wird
  • Wärmeverteilung im Gebäude (Rohrleitungen, Heizkörper
  • )

 

Förderhöhe Holzheizungen

Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Netto-Investitionskostenzuschuss, abhängig von der installierten Anlagenleistung (kW), ausbezahlt und beträgt
120 Euro/kW für die ersten 50 kW (0–50 kW) und
60 Euro/kW für jedes weitere kW (51–399).

 

Für Anlagen mit dem Österreichischen Umweltzeichen kann ein Zuschlag von 10 Euro/kW in Anspruch genommen werden. Für eine externe Energieberatung für das Vorhaben im Ausmaß von mindestens 8 Stunden kann ein Zuschlag von 300 Euro beansprucht werden.

Die maximale Förderung ist mit maximal 30 % der anerkennbaren Kosten begrenzt.

 

Spezielle Fördervoraussetzungen

  • Die auszuführenden Arbeiten müssen von einem/einer zertifizierten Biowärme-Installateuer/in® durchgeführt werden. Kontaktlisten von Biowärme-InstallateurInnen sind für jedes Bundesland auf der Internetseite www.biowaermepartner.at/index.php?id=341 einsehbar. Ein entsprechender Nachweis bzw. die Listung muss bis spätestens zum Zeitpunkt der Endabrechnung vorgelegt werden/vorgenommen worden sein.
  • Holzheizungen sind nur in Gebieten förderfähig, in denen keine Möglichkeit zum Anschluss an eine Fernwärmeversorgung besteht. Ausnahmen sind möglich, wenn der Fernwärmebetreiber bestätigt, dass ein Anschluss für Ihr Objekt nicht möglich ist.
  • Anlagen sind nur im Rahmen einer Leistung von <400 kW förderfähig.
  • Die geplante Heizanlage muss die aktuellen Emissionsgrenzwerte einhalten (Werte und zulässige Anlagentypen befinden sich auf der Kesselliste im Downloadbereich www.umweltfoerderung.at/uploads/ufi_typenprfberichte_042014.pdf. Nicht gelistete Kessel benötigen einen Nachweis durch den Typenprüfbericht oder ein Messgutachten).

 

Erforderliche Unterlagen

  • Online-Antrag „HH – Holzheizung“ : Der Antrag erfordert die vollständige Eingabe der Projektdaten und Angaben zur Modellregion.
  • Zustimmungserklärung des Modellregions-Managers/ der Modellregions-Managerin.
  • Angebot: Ein Angebot für die in der Kostenaufstellung des Förderansuchens angeführten Investitionskosten ist hochzuladen.
  • Bericht des Kreditinstituts (BKI): Gemeindeeigene Betriebe, auch in Form von Betrieben mit marktbestimmter Tätigkeit, müssen einen BKI vorlegen.

 

Die Einreichung zur ELER-Kofinanzierung erfolgt automatisch mit dem Antrag, die Zuordnung der Projekte erfolgt durch die Abwicklungsstelle.

 

Rechtsgrundlage

  • Umweltförderung im Inland (UFI RL 2015)
  • Verordnung (EU) Nr. 651/2014 idgF (Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung)
  • ELER VO 1305_2013

 

Einreichfristen:

 Start der Ausschreibung: 21.04.2015
Ende der Ausschreibung: 09.10.2015, 12:00 Uhr

Vorgezogene Einreichfristen (Ende der Frist):

Für KEM-Investitionsförderungen (Photovoltaikanlagen, Holzheizungen, thermische Solaranlagen und Ladestationen) gelten neben dem Ende der Ausschreibung auch folgende Fristen:

  • 07.2015, 12:00 Uhr
  • 08.2015, 12:00 Uhr